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wochenende.suedblog.de

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Von wochenende - Geschrieben am 14.05.2010, 15:00
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Bild: Tesche

 In der Nachkriegszeit waren Nahrungsmittel ein kostbares rationiertes Gut. Fleisch gab es nur selten. Und wenn, dann nur Sonntags. Fleisch war ein Luxusprodukt. Die Kinder der Nachkriegsgeneration sind heute  noch überzeugt: Der Körper braucht Fleisch. Dass man freiwillig darauf verzichtet, können viele ältere Menschen überhaupt nicht verstehen. Dabei sind es immer mehr Menschen, die weder Fleisch essen noch Prudoukte toter Tier konsumieren. Eine historische Wende, denn lange Zeit aßen die Menschen umso mehr, je häher ihr gesellschaftlicher Status war. Auch in Deutschland wächst die Zahl der Vegetarier, sagt Sebastian Zösch, Sprecher des Vegetarierbundes Deutschland.  

Der typische Vegetarier sei überdurchschnittlich gut gebildet, jung, eine Frau und wohnt in der Großstadt - wie zum Beispiel Julia Kohl. Die 26-Jährige Studentin aus Konstanz ist schon seit zehn Jahren kein Fleisch mehr. Vegetarier sind für sie allerdings nicht die besseren Menschen. “So weit würde ich nicht gehen. Menschen, die Fleisch essen, leisten vielleicht einen anderen Beitrag zur Nachhaltigkeit”, sagt sie.

Was meinen Sie? Sind Vegetarier die besseren Menschen? Diskutieren Sie mit.

Von wochenende - Geschrieben am 07.05.2010, 15:49

12300856Die Pubertät kommt bestimmt nicht über Nacht. Und dennoch sind Kinder und Eltern mit der Situation oftmals überfordert. Zwei Welten treffen aufeinander: Die Jugendlichen versuchen, sich abzugrenzen. Die  Eltern wollen dageben ihre Kinder “festhalten”. Pubertät geht immer mit heftigen Auseinandersetzungen einher. Das muss so sein, damit aus dieser Entwicklung der selbstbewusste Erwachsene hervorgehen kann - so steht es zumindest in  vielen Ratgeberbüchern. Doch wie bedrohlich ist die Pubertät für Jugendliche und Erwachsene? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?  Diskutieren Sie mit.

Von wochenende - Geschrieben am 30.04.2010, 8:28
Bild: Tesche

Bild: Tesche

Am Arbeitsplatz stehen wir oft vor dem Problem: Zu wem sagen wir “Du”? Und bei wem sollten wir lieber beim “Sie” bleiben? Nähe oder Distanz? Was ist wann angebracht? Als wir jung waren, wa es ganz einfach. Ob Schulfreunde oder Studienkollegen, alle haben sich ganz selbstverständlich geduzt. Im Arbeitsleben hat sich das Blatt schlagartig gewendet. Die Form der Anrede führt oft zu Unsicherheiten. Die Duz-Kultur breitet sich jedenfalls stetig weiter aus. Sogar seriöse Anzugträger in Banken haben sich im Kollegenkreis vom förmlichen “Sie” verabschiedet und klopfen dem Kollegen bei der morgendlichen Begrüßung gerne mal auf die Schulter.

Was meinen Sie? Diskutieren Sie mit.

Von wochenende - Geschrieben am 09.04.2010, 15:50

Kontoauszug mit Sollsaldo

 

Schätzungsweise sieben Millionen Menschen sind bundesweit überschuldet. Sind sie selbst schuld?Zumindest fühlen sich viele von ihnen schuldig, weil sie in die Schuldenfalle getappt sind. Was viele nicht wissen: Die wenigsten Schulnder haben das Geld zum Fenster hinausgeworfen. In der Regel sind es die unvorhergesehenen Ereignisse wie zum Beispiel Arbeitslosigkeit, Krankheit und Scheidung oder Trennung vom Partner.

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Von wochenende - Geschrieben am 27.03.2010, 6:00

i need a break18 Uhr. Der Bildschirm verschwindet langsam vor den Augen, die Gedanken schweifen ab. Wäre es nicht…

Kennen Sie diese Situation? Ist das bei Ihnen Alltag? Eigentlich brauchen wir nur so viel Arbeit, dass wir davon leben können. Für manche von uns besteht das Leben aber nur noch aus Arbeit - nicht gezwungenermaßen, sondern weil wir es so  wollen und weil uns unsere Arbeit beflügelt und befriedigt.

Als unsere Vorfahren noch vom Jagen und Sammeln lebten, war die Frage, wieviel Arbeit wir brauchen, schnell beantwortet: Sie arbeiteten, bis sie satt waren. Die Idee, Vorräte anzulegen, kam erst später auf. Die Umstellung auf  Ackerbau und Viehzucht bedeutete vor allem eines: Viel Arbeit. Die ersten Bauern hätten vermutlich kopfschüttelnd geantwortet: “Arbeit braucht man nicht, die hat man - und sie muss getan werden.” Basta!

Heute arbeiten viele Menschen deshalb so viel, weil sie große  Angst haben, ihren Arbeitsplatz zu verlieren. Manche von uns gehen krank zur Arbeit, sammeln Unmengen an Überstunden an und finden kaum Zeit für Familie und Freunde. Wie ergeht es Ihnen, lieber Leser? Und was meinen Sie: Wieviel Arbeit brauchen wir?

Von wochenende - Geschrieben am 06.03.2010, 8:56

blog_betenbildViele Erwachsene halten nichts von der Zwiesprache mit Gott. Und tun es trotzdem.  Die Deutschen können nicht gut beten. Das sagen die Deutschen über sich selbst, wenn man sie danach fragt. Einer Umfrage des Allensbacher Instituts für Demoskopie (2000) zufolge sagen acht Prozent der Befragten, sie könnten „gut beten“. Das sind etwa so viel, wie sich das „Träumen“ (neun Prozent) zutrauen oder das „Malen“ (das können nur sechs Prozent). Anderes können wir angeblich besser: Organisieren, Rechnen, Feiern. Und am besten natürlich Arbeiten, was am häufigsten genannt wird. Die Umfrage sagt weniger über das Beten aus als über sein Ansehen: Es rangiert weit unten, bei den brotlosen Künsten. Und sie reflektiert die Tatsache, dass wir weniger beten als unsere Großeltern – zumindest behaupten wir das.

Viele Eltern beten nicht mehr mit ihren Kindern – zum Beispiel vor dem Essen oder dem Einschlafen. Ausnahmen bilden gläubige Mütter wie die 28-jährige Romy aus Kreuzlingen: „Ich bete jeden Abend mit meinen Kindern am Bett.“

Beten Erwachsene überhaupt noch? Ja, aber weniger, und wenn, dann oft bohrend, intensiv, selbstquälerisch. Ausgerechnet ein Soziologe unterstreicht diese Annahme. Michael Ebertz von der Katholischen Fachhochschule Freiburg sagt: „Viele sind sich nicht bewusst, dass sie beten.“ Dabei erinnert er an das häufige Stoßgebet. „Oh Gott, lass es schnell vorübergehen“ ist eines davon. Oder in US-Filmen das typische „My God“. Besonders in katastrophalen Situationen besinnt man sich darauf.

Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten werden die Kriseneinschläge dichter. Die Menschen haben ein Bedürfnis nach Orientierung. Sie beten, aber sie sprechen vielleicht weniger darüber als früher.

In den Staub werfen sich die Menschen aller Weltreligionen. Gefaltete Hände, eine tiefe Verbeugung, ein gekrümmtes Kreuz – das Beten macht sich auch in Bewegung und Haltung bemerkbar. Es krümmt und verbiegt. Es ist eine Demutshaltung, kein Herrensitz. Michael Ebertz: „Kinder haben einen Drang zum Gebet, weil sie in einer abhängigen Beziehung stecken – abhängig von transzendenten Mächten.“ Niemand möchte abhängig sein, aber jeder ist es. Kinder erfassen das stärker als Erwachsene.

Von wochenende - Geschrieben am 27.02.2010, 6:00

ÖdeWir erledigen oft beliebig viele Dinge - nur meistens nicht die, die wir gerade tun sollten. Aufschieberitis klingt menschlich, kann aber zum echten Problem werden.

 

Schon Kinder wissen, dass es angenehm sein kann, möglichst lange nicht das zu tun, was man eigentlich erledigen sollte. Hausaufgaben machen, Sachen wegräumen, Geschirr abtrocknen – für solche Situationen gibt es das Zauberwort „gleich“.

Kopfschüttelnd wenden sich die Eltern wieder ihren eigenen Tätigkeiten zu. Die Steuererklärung wartet oder ein unangenehmer Brief muss geschrieben werden. Nur leider sticht uns ausgerechnet jetzt der unaufgeräumte Schreibtisch und das ungeputzte Bad ins Auge. Am Ende des Arbeitstages sieht die Wohnung besser aus. Nur etwas – das Wichtigste - haben wir „vergessen“.

 

Zur „Aufschieberitis“ gehört auch, vom „Hundertsten ins Tausendste“ zu kommen, impulsiv jeder läppischen Ablenkung zu folgen. Der „Nervenkitzel des Aufschiebens“ bis zur letzten Minute gilt manchen als cooler Lebensstil, nicht nur an der Uni. Wer seine Aufgaben auf den letzten Drücker doch noch hinbekommt, wird mit einem Hochgefühl belohnt, „das mit gut geplanter Arbeit nicht zu bekommen ist“

Hinter der coolen Fassade werden viele, denen es nicht gelingt, ihre Zeit zu nutzen, von Ängsten und Selbstzweifeln geplagt. Neben dem Wunsch, eine Sache zu Ende zu bringen, steht oft gleichzeitig die Angst davor, sich mit einem schlechten Ergebnis zu blamieren.

 

Vielleicht sollten wir uns einfach klar machen, dass es noch eine andere Motivation gibt als Termindruck, einstürzende Aktenstapel und erregtes Anschreien?! Machen wir doch eine Liste aller zu erledigenden Dinge und schreiben oben das Unwichtigste hin? Dann schieben wir es auf und erledigen, was wirklich ansteht? Warum grinsen Sie jetzt? Glauben Sie nicht, dass das funktionieren könnte?

Von wochenende - Geschrieben am 20.02.2010, 6:00

drei sechserZufälle gibt’s, die gibt’s gar nicht: da öffnet sich der Fallschirm einer 47jährigen Amerikanerin nicht und dann fällt sie auch noch nahezu ungebremst in ein Ameisennest - aber genau das ist ihr Glück. Was für ein Zufall. Aber gibt es so etwas wie „Zufall“ überhaupt?

 

Der Astrophysiker Steven Klein ist hingegen der Überzeugung: „Es gibt keinen Zufall, sondern lediglich eine Menge unbestimmter Faktoren. So ist auch die Annahme, das Wetter sei unvorhersehbar, falsch. Es werden lediglich zu wenig Parameter verwendet“. Demnach ließe sich rein theoretisch beim Münzenwerfen durchaus voraussagen, ob Kopf oder Zahl fällt, wenn man denn alle Einflussfaktoren wirklich bis ins allerkleinste Detail kennt, wie etwa die exakte Oberflächenbeschaffenheit der Münze, die genaue Gewichtsverteilung, alle Informationen über das Werferverhalten sowie die Auswirkungen auf das Flugverhalten der Münze. Mit Zufall im eigentlichen Sinne hat das Ganze dann nichts mehr zu tun. Da wir alle diese Informationen aber oft gar nicht zur Verfügung haben, bleibt uns wohl nichts anderes übrig, als auch weiterhin vorm Zufall zu sprechen. Oder?

 

Mathematiker wissen: Die Münze hat kein Gedächtnis und auch der Zufall nicht. Bei jedem neuen Wurf stehen die Chancen also wieder 50 zu 50 - der Zufall hat vollkommen freie Wahl.

 

Ganz anders sieht die Sache bei den bedingten Wahrscheinlichkeiten aus. Geht es etwa darum, eine begrenzte Menge von blauen und roten Zetteln, die jeweils in gleicher Menge existieren, aus einer Urne zu ziehen und nicht wieder zurückzulegen, so hat jede einzelne Ziehung Einfluss auf die verbleibende Menge der Zettel und damit auch auf die Wahrscheinlichkeit das zukünftig eine bestimmte Farbe gezogen wird.

 

Psychologen kennen auch das Phänomen der “Apophänie”. Der Begriff bezeichnet das Sehen von bedeutsamen Verbindungen, wo es in Wahrheit gar keine gibt. Gibt es also auch Zufälle, die es gar nicht gibt? Wenn die Mathematiker noch nur alles berechnen könnten. Können sie aber nicht. Und vielleicht sind viele Dinge ja auch gar kein Zufall, weil sie in einem größeren Zusammenhang stehen, den wir Menschen so nicht auf einmal erkennen können?  

Von wochenende - Geschrieben am 13.02.2010, 12:50

fluch-der-karibik-1Vermutlich ist es die Mischung aus riskanten Abenteuern auf den sieben Weltmeeren und Romantik an Bord nostalgischer Windjammern, die ein Garant für die anhaltende Faszination der Piratenfigur ist. Piratenhelden im Kino spielten schon Filmstars wie Douglas Fairbanks, Errol Flynn und 1952 Burt Lancaster als „Der rote Korsar“. Zum Serienhelden mit nun bald vier Spielfilmen bringt es allerdings nur der schöne Johnny Depp. „Fluch der Karibik“ Teil 4 wird ab diesem Sommer auf Hawaii gedreht und soll unter dem Titel „On Stranger Tides“, übersetzt etwa „Merkwürdige Gezeiten“, am 20. Mai 2011 in die Kinos kommen.

 

Piratenüberfälle auf reich beladene Handelsschiffe gibt es seit Beginn der Seefahrt. Da die Hoheitsrechte auf dem offenen Meer nicht geklärt waren, gab es einen Freiraum, der zu räuberischen Kapertouren animierte. Der bekannteste Pirat Deutschlands, Klaus Störtebeker, trieb um 1400 auf der Nord- und Ostsee sein Unwesen. Im Vergleich zu seinen „Kollegen“ im viel größeren Indischen Ozean und im Atlantik wirken Störtebekers Touren aber eher brav. Als goldene Zeit der Piraten datiert die Zeit um 1700, als das englische Handelsreich expandierte und Flotten nach Afrika und Amerika entsandte.

 

Echte Piraterie gibt aber auch heute noch in der internationalen Seeschifffahrt. Wer also als Kapitän Schiffe durch die Straße von Malakka oder den Golf von Aden steuert, sollte auf der Hut sein. Indonesische und somalische Piraten liegen auf der Lauer. Für den 850 Kilometer langen Seekorridor am Horn von Afrika stellt die EU-Operation Atalanta Einheiten der Seestreitkräfte bereit, um Schiffe in der Gruppe zu eskortieren.

 

Piraten sind und waren raue Gesellen, Mörder und Vergewaltiger. Dennoch ist die Geschichte des Piratentums nicht nur romantische Inspirationsquelle für Kino, Literatur und Theater. Immer häufiger findet sich die Bezeichnung „Piraten“ auch in anderen Zusammenhängen: Der Sympathiefaktor der Rebellen soll für moderne Anliegen helfen. Dazu gehören Piratensender und auch die Piratenpartei, die uneingeschränkte Navigationsfreiheit im Internet und eine Kultur-Flatrate für alle fordert.

 

Schwarze Augenbinde, Goldohrring, Stirntuch und dazu ein grimmiger Blick – so schnell lässt sich ein Gesicht in eine Piratenmaske verwandeln. Piraten erobern auch 2010 sicher wieder die Fastnacht: Neben Vampiren, Clowns und Harry-Potter- oder Michael-Jackson-Doppelgängern, ist der Pirat ein Klassiker unter den Kostümen. Warum sind Piratenlegenden so beliebt? Vermutlich muss es am Mythos der Freiheit liegen – und an Schauspielern wie Jonny Depp.

 

Von wochenende - Geschrieben am 06.02.2010, 6:00
dachtler_blog

Der Schritt ins Leere. Der Konstanzer Andreas Dachtler ist Base-Jumper. Er springt von Heißluftballons oder aus Felswänden in die Tiefe. Eine höchst riskante Leidenschaft. Er selbst hält das Risiko für beherrschbar.  Dennoch steht er zwischen Leben und Tod, wenn bei ihm die Lust auf das Abenteuer siegt.

“Der magische Augenblick”: Auf dem Bild sieht man Dachtler. Er hat losgelassen und stürzt die Felswand des Lauterbrunnentals hinab (Bild: Hoffmeister). Doch im freien Fall ist er nicht alleine - er hat einen Fallschirm dabei.

Mittlerweile hat der 46-Jährige Dachtler über 100 Base-Jumps hinter sich gebracht und denkt noch lange nicht an das Aufhören. Er sehnt sich nach neuen Herausforderungen.  Gehen Extremsportler ein zu hohes Risiko für ihr Leben ein? Vielleicht ist es ihre Art, nach dem Sinn und der Tiefe des Lebens zu suchen.

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